Interview mit Ralf Usbeck: Die digitalisierte Tourismusbranche

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Welches Wissen zu digitalen Strategien ist aus Ihrem Blickwinkel universell anwendbar?

Die Digitalisierung findet in allen Lebensbereichen statt und beeinflusst das Nachfrageverhalten in allen Branchen. Moderne Technologie muss da mithalten können: rund um die Uhr verfügbar, skalierbar für einen oder tausende Kunden, höchst schnell - und trotzdem individuell in Angebot und Ansprache. Der Kunde wird anspruchsvoller und bringt aus Internet und sozialen Netzwerken Vorwissen mit. Der Anteil der Kunden, die ohne Vorab-Recherche im Internet das Reisebüro betreten, wird verschwindend gering. Der stationäre Handel muss Mehrwerte bieten."

Das Gesundheitswesen ist eine "Kathedrale des Papiers" - Welche Kathedralen mussten Sie in der Vergangenheit niederreißen?

Der deutsche Reisevertrieb war traditionell von einer hohen Anzahl an Reisebüros geprägt, die mit zunehmender Anzahl an Online-Reiseportalen in den vergangenen Jahren verdrängt wurden. Nun kommen globale Metasearcher, Google, Kayak, Trivago und Co., die übergreifende Suchen bieten.

Darüber hinaus findet das Thema Reisen stark in den sozialen Netzwerken, wie Facebook, Twitter und mehr statt. Zu allen diesen Partnern betreiben wir technische Schnittstellen. Auch hier geht es wieder darum, den Kunden dort abzuholen, wo er sich bewegt."

Die Digitalisierung ermöglicht die Vergleichbarkeit von Preisen, Reisezielen, Bewertungen - Anbietern im Allgemeinen. Welche weiteren Vorteile bringt die Digitalisierung für die Tourismusbranche?

Neben der Vergleichbarkeit wächst vor allem auch die Angebotsvielfalt. Für die touristischen Anbieter nimmt die Reichweite zu: So haben wir beispielsweise den größten Reiseveranstalter in der Schweiz, der mithilfe unserer Technologie eine neue Marke aufgebaut hat und als ersten Vertriebsmarkt seine Hotelangebote über Google in den USA verkauft hat. Das Angebot wird nun in immer mehr Märkten online gestellt und vertrieben. Hier verschwinden die globalen Grenzen. Für Endkunden nehmen Angebot und Auswahl zu. Und genau das ist auch das Ziel von Peakwork."

 


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Ralf Usbeck

Ralf Usbeck wurde im November 2013 beim World Travel Market in London international als „Serial Innovator of Travel Technology“ ausgezeichnet.
Wie es dazu kam? Bereits im Alter von 23 Jahren gründete Ralf Usbeck ein Unternehmen, das sich mit der Entwicklung grafischer Informationssysteme beschäftigte. Im Jahr 2000 erfolgte die Umfirmierung von der Usbeck-Engineering GmbH in die heutige TravelTainment GmbH. 2006 verkaufte Ralf Usbeck TravelTainment an das weltweit führende Touristik-Unternehmen Amadeus und baute als CEO der Amadeus Leisure Group das weltweite Leisure Geschäft von Amadeus auf. Er verließ das Unternehmen zweieinhalb Jahre später.

Mit Peakwork setzt Ralf Usbeck den Innovationskurs fort: Peakwork hat das einheitliche Datenformat EDF sowie die innovative Player Hub Technologie® entwickelt. Heute arbeiten die größten Reiseveranstalter in Europa sowie internationale Airlines und Hotelanbieter mit der Player Hub Technologie® oder befinden sich in der Implementierung. Das schnell wachsende Peakwork Vertriebsnetzwerk verbindet heute weltweit Anbieter touristischer Leistungen mit führenden Internetfirmen wie Google, Kayak und Trivago sowie den Social-Media-Netzwerken wie Facebook, Twitter und mehr.

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